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Lohnt sich die Berufsunfähigkeitsabsicherung über den Arbeitgeber?

Die Absicherung des Einkommens durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für viele Menschen eine unverzichtbare Vorsorgemaßnahme. Wir wollen darüber aufklären, welche alternative Gestaltung zur klassischen privaten Berufsunfähigkeitsversicherung eingesetzt werden kann.

 

geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Für alle Menschen in Deutschland, die nach dem 02.01.1961 geboren sind, gibt es seit 2001 keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung mehr. Diese wurde durch die deutlich schlechtere Erwerbsminderungsrente abgelöst.

 

Diese wird ausgezahlt, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, theoretisch irgendeiner Tätigkeit mindestens 3 bzw. 6 Stunden pro Tag nachgehen zu können. Ob Sie eine Beschäftigung finden und ob diese Ihren Fähigkeiten und Qualifikationen entspricht, spielt dabei keine Rolle.

 

Es wird dabei zwischen der halben und vollen Erwerbsminderungsrente unterschieden. Die Höhe der vollen Erwerbsminderungsrente ist auf der Renteninformation aufgeführt. Diese beträgt etwa 34%, die halbe Erwerbsminderungsrente etwa
17% des letzten Bruttogehaltes.

 

Es ist daher unverzichtbar, mit einer zusätzlichen privaten Einkommensabsicherung vorzusorgen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört daher neben einer Krankenversicherung und einer Privathaftpflicht zu den wichtigsten Versicherungen.

 

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird üblicherweise privat beantragt und abgeschlossen.

 

Alternativ können Arbeitgeber, dieses Vorsorgemöglichkeit jedoch als Mitarbeiterbindungsinstrument nutzen. Die Vorteile für den Mitarbeiter liegen hierbei in reduzierte Beiträge und vereinfachte, oder teilweise gar keine Gesundheitsprüfungen, die bei einem privaten Abschluss durch den Mitarbeiter anfallen würden.

 

Viele Berufsunfähigkeitsanträge werden abgelehnt oder mit Ausschlüssen versehen, weil die Erkrankungen bereits bei Beantragung zu risikoreich für die Versicherer sind. Oftmals ist der Grund dafür keine schwerwiegende Erkrankung, eine größere aber bereits abgeschlossene Behandlung ist für einen Ausschluss oft ausreichend.

 

Es ist für Arbeitnehmer daher ein großer Mehrwert, wenn Arbeitgeber sich diesem Thema annehmen und Ihren Mitarbeitern über Kollektivverträge einen leichteren Zugang zu dieser Absicherung ermöglichen.

 

Unterschieden werden muss dabei zwischen einer Berufsunfähigkeitsversicherung durch eine Direktversicherung und einer privaten Absicherung mit Arbeitgeberkonditionen.

 

In der Direktversicherung haben der Arbeitnehmer und Arbeitgeber die gleichen Vorteile wie in der betrieblichen Altersvorsorge durch eine Direktversicherung (z.B. geringer Nettoaufwand, hoher Bruttobetrag, Steuer- und Sozialversicherungsersparnisse). Nachteil dabei ist jedoch das die Rentenauszahlungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung Steuer-und Sozialversicherungspflichtig sind. Dadurch wird die BU-Rente im Leistungsfall stark reduziert, was oftmals dazu führt, dass die Rente nicht ausreicht um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

 

Vor einem BU-Leistungsfall ist ein Arbeitnehmer i.d.R. für einige Zeit krankgeschrieben. Nach 8 Wochen Lohnfortzahlung endet die Gehaltszahlung des Arbeitgebers und damit die Einzahlung in die Berufsunfähigkeit. Der Vertrag ist ab diesem Zeitpunkt Beitragsfrei. Je nach Tarif besteht nun kein Leistungsanspruch mehr – was natürlich absolut nicht Sinn und Zweck dieser Absicherung sein sollte.

 

Ein weiteres Problem besteht, wenn der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber wechselt und dieser nicht bereit ist den Vertrag fortzuführen. Der Arbeitnehmer kann entweder die sehr hohen Bruttobeiträge privat selbst bezahlen oder den Vertrag beitragsfrei und somit Leistungsfrei stellen. Beides nicht im Interesse des Arbeitnehmers.

 

Eine private Absicherung mit Arbeitgeberkonditionen hat im Gegenzug große Vorteile:

 

Der Arbeitnehmer bekommt oftmals vergünstigte Beiträge und deutlich reduzierte Gesundheitsfragen. Der Beitrag wird aus dem Nettogehalt privat bezahlt, wodurch im Leistungsfall keine Sozialversicherungsbeiträge und je nach Gesamteinkommen nur sehr geringe bis keine Steuerzahlungen zu leisten sind. Im Krankheitsfall wird der Vertrag bis zur Feststellung der Berufsunfähigkeit weiterfortgeführt. Bei einem Arbeitgeberwechsel ist keine Zustimmung erforderlich, der Vertrag läuft unverändert weiter.

 

Insbesondere der letzte Punkt ist der größte Vorteil für den Arbeitgeber:

 

Es werden Sonderkonditionen auf Grund des Arbeitsverhältnisses geboten, welche dauerhaft bestehen bleiben, dem Arbeitgeber dabei jedoch kaum Einrichtungs-und kein Verwaltungsaufwand entstehen.

 

Gerne helfen wir Ihnen als Arbeitgeber, die für Sie richtige Strategie und Durchführung zu ermitteln, um maximalen Erfolg bei Ihren Arbeitnehmern, bei geringstem Aufwand zu erreichen. Sprechen Sie uns an! 

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