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Betriebliche Altersvorsorge oder Riesterrente – was ist besser?

Seit 2005 wird die Altersvorsorge in Deutschland nicht mehr über das 3-Säulenmodell, sondern das 3-Schichtenmodell dargestellt.

 

Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

In der 1. Schicht, befindet sich die gesetzliche Rente und die Basisrente. In der 2. Schicht die Riesterrente und die betriebliche Altersvorsorge und in der 3. Schicht alle weiteren privaten Vorsorgemöglichkeiten.

Jede Schicht ist steuerlich separat zu betrachten:

1. Schicht: Seit 2005 50% Besteuerung der Auszahlungen der gesetzlichen Rente und Basisrente jährlich steigend bis 2040. Ebenfalls seit 2005 steuerliche Anerkennung der eingezahlten Beiträge in Höhe von 60%, jährlich steigend bis 100% in 2025 erreicht sind.  

 

2. Schicht: es gilt die Gemeinsamkeit einer 100%igen Steuerfreiheit, im Rahmen gewisser Vorgaben und Begrenzungen. Somit stellt sowohl die betriebliche Altersvorsorge als auch die Riesterrente einen möglichen Förderweg für Arbeitnehmer da.

 

3. Schicht: steuerlich ungeförderte private Vorsorgeprodukte, wie Bausparen, Tagesgeldkonto, Lebens- und Rentenversicherungen, Aktien Fonds...etc.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge kann unabhängig vom Einkommen, jeder sozialversicherungspflichtig angestellter Arbeitnehmer, steuer- und sozialversicherungsfrei im Rahmen gewisser Begrenzung Teile seines Gehaltes sparen. Durch zusätzliche Arbeitgeberzuschüsse und vermögenswirksame Leistungen, wird der Sparbeitrag oftmals zusätzlich erhöht.

 

Bei der Riesterrente werden zunächst die Beiträge aus dem Nettoeinkommen gezahlt. Für alle Förderberechtigten gibt es zusätzlich Riester Zulagen. Bei der jährlichen Steuererklärung, können die eigenen Beiträge steuermindernd angesetzt werden. Die Günstigerprüfung des Finanzamtes setzt die erhaltenen Zulagen ins Verhältnis zum Steuervorteil und ermittelt die tatsächliche Steuererstattung.

 

Die Riesterzulagen liegen derzeit bei 154,00 EUR pro Jahr für einen Ledigen und pro Kind, welches vor 2008 geboren ist, gibt es zusätzlich jährlich 185,00 EUR und für Kinder, die nach 2008 geboren sind, zusätzlich jährlich 300,00 EUR.  Die Höhe des notwenigen Eigenbetrages um diese Zulagen zu erhalten, hängt vom zu versteuernden Einkommen des jeweiligen Riester-Sparers ab.

 

Während bei der betrieblichen Altersvorsorge, unabhängig vom Einkommen, etwa 50% derGehaltsumwandlung effektiv netto selbst gezahlt wird, 50% durch Steuer- und Sozialversicherungsvorteile und etwa 50% durch Arbeitgeberzuschüsse, ergibt sich ein 1/3 Verhältnis aus Sicht des Arbeitnehmers.

 

Bei der Riesterrente ist dieses Verhältnis in den meisten Fällen nicht gegeben.  Aufgrund der einkommensabhängigen Einzahlungen muss hierbei oft mehr als 2/3 effektiver Eigenaufwand getätigt werden . Lediglich bei Personen mit sehr geringen Einkommen und vielen Kindern ist das Verhältnis im Positiven.

 

Für einen Normalverdiener ist somit die Riesterrente eher ungeeignet und damit die betriebliche Altersvorsorge vorzuziehen. Zusätzlich kommt hinzu, dass die betriebliche Altersvorsorge bei Renteneintritt zu 100% kapitalisierbar ist, dies bedeutet, dass gesamte Vertragsguthaben kann ausgezahlt werden, während bei der Riesterrente lediglich 30% einmalig ausgezahlt werden können und der Rest als monatliche Rente ausgezahlt wird.

 

 

Aufgrund der geringen Rentenfaktoren die derzeit gelten, müssen Riester-Sparer, in der Regel weit über 90 Jahre werden, um den Break-Even-Point zu erreichen, also Ihre eingezahlten Beiträge zurück zu erhalten. Daher werden Riester-Sparern in der Regel nicht einmal die eingezahlten Beiträge ausgezahlt. Am Ende bleibt es jedoch eine individuelle Betrachtung und muss nach der jeweiligen Situation und den Umständen genau berechnet werden.

 

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